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Ergebnisse Befragung Teil 3

Kommunale Verwaltung

Im Themenfeld „Beteiligung, Kommunalpolitik und Verwaltung“ liegt bei den Befragten der Bürgerbefragung eine große Zufriedenheit vor.

Mit 92 Prozent wird ein großes Interesse am Geschehen in der Stadt Langenau gezeigt (Frage 17). 82,4 Prozent sind ausreichend über das örtliche Geschehen informiert. Interesse für die Kommunalpolitik bzw. für die Arbeit des Gemeinderats zeigen 70,4 Prozent. Bei den Altersgruppen unter 30 Jahren ist dieses unterdurchschnittlich ausgeprägt. 61 Prozent sagen, sie sind ausreichend über die Kommunalpolitik/die Arbeit des Gemeinderats informiert.

Um sich zu Leistungen, Angeboten und Projekten der Stadt zu informieren, gaben von 1.636 Befragten 1.428 die Heimat Rundschau an. Auch die weiteren Printmedien mit ihren Online-Angeboten wurden sehr häufig genannt (Langenau Aktuell und Südwest-Presse). Mit 746 Nennungen nutzt auch eine Vielzahl an Befragten den Internetauftritt der Stadt. Über die städtischen Seiten auf den Sozialen Medien informieren sich 209 (Facebook) bzw. 177 (Instagram) Befragte. Diese bestehen inzwischen seit etwas mehr als einem Jahr.

Es besteht eine hohe Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der Verwaltung (Frage 19): Ob mit Erreichbarkeit, Kundenservice, Fachkompetenz oder Freundlichkeit – die Verwaltung überzeugt in allen Bereichen mit Werten über 90 Prozent. Lediglich bei der Homepage der Stadt wird ein Wert von „nur“ bei 79,9 Prozent erreicht.

Frage 18


Wohnen

Die Befragung zeigt, dass das Thema Wohnen im Stadtentwicklungsprozess eine wichtige Rolle einnimmt. Bereits in Frage 3 nannte insbesondere die Gruppe der „Familiengründer“ den fehlenden bezahlbaren Wohnraum bzw. Bauplätze als Störfaktor in Langenau. Bestätigt werden diese Nennungen in Frage 8: 76 Prozent der Befragten sagen, dass es in der Stadt Langenau nicht ausreichend Mietwohnungen gibt (die 20-29-Jährigen sogar 81 Prozent). 71 Prozent sind der Ansicht, es gibt in der Stadt Langenau kaum Mietwohnungen, die man sich leisten kann. In Frage 20 bestätigen 80,6 Prozent, dass sie mit dem Wohnungsangebot unzufrieden sind. Die Bauplätze in der Stadt Langenau werden von 77,5 Prozent als attraktiv bewertet, allerdings sind es aus Sicht von 63,6 Prozent zu wenige Bauplätze (insbesondere die unter 40-Jährigen) bei einigermaßen angemessenen Bauplatzpreisen (52,2 Prozent Zustimmung). In Frage 20 wird das Grundstücksangebot von 75,6 Prozent negativ bewertet. Mit der unmittelbaren Wohnumgebung (Umkreis von ca. 100 Metern) sind 86,1 Prozent der Befragten zufrieden (Frage 5). In Hörvelsingen wird die Wohnumgebung mit 90,8 Prozent am höchsten bewertet, am niedrigsten in Albeck mit 83,8 Prozent.

Für 53,9 Prozent der Befragten soll der zukünftige Schwerpunkt des Wohnungsbaus innerörtlich liegen (besonders für die über 40-Jährigen, auch in Albeck und Göttingen eine erhöhte Zustimmung). 38,3 Prozent sehen den Schwerpunkt durch neue Bauplätze am jeweiligen Ortsrand und für 7,8 Prozent braucht die Stadt Langenau keine neuen Bauplätze (Frage 9).

Wenn die täglichen Arbeiten im Haushalt aufgrund des Alters nicht mehr alleine bewältigt werden können (Frage 13), würden 52,3 Prozent am liebsten im eigenen Haus bzw. der eigenen Wohnung mit Betreuung wohnen wollen (über 75 Prozent bei Altersgruppen 75+). Bei alternativen Wohnformen und Anlagen mit betreutem Wohnen werden mit 19,7 und 16,6 Prozent im Vergleich zu anderen Kommunen hohe Werte erzielt (bei beiden eher Altersgruppen unter 65 Jahren). Nur 9,8 Prozent würden bei Kindern oder Verwandten wohnen wollen und 1,5 Prozent im Seniorenwohnheim.

Betreuungseinrichtungen für Seniorinnen und Senioren sollen für 72,9 Prozent der Befragten eher in zentraler Lage der Kernstadt am örtlichen Geschehen mit Nahversorgung stehen (Frage 14). Gerade die Altersgruppen 50+ liegen nochmals deutlich über diesen Wert. 23,4 Prozent sehen diese eher in ruhigeren Randbereichen der Kernstadt mit Zugang zur Landschaft und 3,8 Prozent in den Ortsteilen. In den Ortsteilen selbst ist der Wert an dieser Stelle etwas höher.
Frage 20

Arbeiten und Einzelhandel

Fast 95 Prozent der Befragten unterstützen in Frage 10 den weiteren Gewerbeausbau in der Stadt Langenau. Knapp 70 Prozent sind der Meinung, dass ausreichend Gewerbeflächen vorgehalten werden sollen, damit sich bei Bedarf auch neue (geeignete) Betriebe ansiedeln können, während 24 Prozent nur ausreichend Flächen für bereits ansässige Betriebe zu deren weiteren Entwicklung bevorzugen (in Hörvelsingen deutlich höher). Für 6,4 Prozent benötigt die Stadt Langenau keine weiteren Gewerbeflächen. Der Gewerbeausbau könnte auch zu einer Verbesserung der Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten beitragen. Diese werden aktuell von einer kleinen Mehrheit von 51,3 Prozent weniger bis überhaupt nicht gut bewertet.

Mit den Einkaufsmöglichkeiten allgemein sind 93,7 Prozent zufrieden (Frage 15). Unterteilt nach Sortimenten sind die Befragten bei Lebensmitteln zu 99 Prozent gut versorgt und bei Nicht-Lebensmittel-Angeboten zu 61,8 Prozent. Bei erneuter Abfrage dieser Angebote in Frage 20 sind die Werte mit 95,6 und 79,1 Prozent weiterhin sehr hoch bzw. besser als zuvor. Über 60 Prozent vermissen bestimmte Einkaufsangebote (Sortimente, Marken) in der Stadt Langenau (Frage 16). Häufig genannt werden ein Baumarkt/Gartencenter, Angebote für (modische) Bekleidung, ein Fahrradladen und ein Elektrofachhandel. Es sind zum einen bereits bestehende Angebote in der Stadt, die aus Sicht der Befragten nicht ausreichen, und zum anderen bisher nicht vorhandene Angebote.


Wichtige Angebote

In Frage 20 sind die Angebote der Stadt Langenau in verschiedene Handlungsfelder der Stadtentwicklung eingeteilt worden. Aus all diesen Angeboten konnten die drei wichtigsten in Frage 21 benannt werden.

Mit 384 Nennungen für die guten Einkaufsmöglichkeiten des kurzfristigen Bedarfs und 377 für die digitale Infrastruktur liegen zwei Themen fast gleichauf. Mit der digitalen Infrastruktur sind die Befragten mehrheitlich nicht zufrieden. An dritter Stelle folgt die gute hausärztliche Versorgung mit 302 Nennungen. Nachfolgend wurden Themen genannt, bei denen noch eine überwiegend negative Bewertung vorliegt (Positionen 4 bis 10): Öffentliche Sicherheit/ Schutz vor Kriminalität (252 Stimmen), Berücksichtigung der Belange von Radfahrern (213), Wohnungsangebot (200), Cafés (178), fachärztliche Versorgung (158), Stadterscheinungsbild allgemein (157) und Restaurants, Gaststätten (156).


Wünsche, Anregungen und Ideen

Abschließend bestand die Möglichkeit, Wünsche, Vorschläge und Ideen zur Entwicklung der Stadt Langenau zu benennen. Dabei wurden vor allem Themen genannt, die Bürgerschaft, Verwaltung und Gemeinderat bereits länger beschäftigen.

Dazu zählen besonders Themen, die die Lebensqualität in der Stadt Langenau betreffen, wie ein besseres Gastronomieangebot/Cafés/Bars, die Belebung der Innenstadt/Attraktivität/Nachtleben, mehr Angebote für Jugendliche, ein schöneres/sauberes Erscheinungsbild/Grünzonen und den ländlichen Charakter bewahren/langsam wachsen. Vielfach fällt der Wunsch, bezahlbaren Wohnraum/Bauplätze zu schaffen.

Ebenfalls einen Schwerpunkt bilden Verkehrsthemen wie mehr verkehrsberuhigte Zonen/30er Zonen/Fußgängerzone, ein besseres Radwegenetz, ausreichend Parkplätze/Anwohnerparkplätze und weniger Verkehr. Mit Einführung von Tempo 30 in der Innenstadt ist in den vergangenen Wochen bereits auf eine dieser Anregungen eingegangen worden.
Frage 22

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Der Rücklauf der Befragung war sehr gut. Die Befragung zeigt deutlich die positiven Entwicklungen sowie die Bereiche, in denen noch Entwicklungspotenzial besteht.
  • Langenau wird als eine sehr lebenswerte Stadt eingeschätzt - in prägender, ruhiger Naturlandschaft mit ländlichem Charakter. Das gute und vielfältige Angebot, die besonderen Feste und Veranstaltungen sind Basis für die hohe allgemeine Zufriedenheit und die Lebensqualität.
  • Wertgeschätzt werden besonders der Einzelhandel und die kommunalen Angebote der Bildung und Betreuung. Auch die medizinische Versorgung steht sehr gut da und soll langfristig gesichert werden.
  • Die bedarfsorientierte Wohnraumentwicklung im Innen- und Außenbereich und die Stärkung des Gewerbestandorts stehen auch zukünftig im Fokus. Zentrale Bereiche der Stadtentwicklung liegen ebenfalls im quantitativen und qualitativen Pflege- und Betreuungsangebot für Ältere sowie in der innerstädtischen Mobilität (ausdrücklich auch zu den Ortsteilen).
  • Handlungsbedarf besteht in der Innenstadt. Neben einer hohen Aufenthaltsqualität, Sauberkeit und einem guten Zustand u.a. des Straßenraums, soll die Innenstadt auch für den Fuß- und Radverkehr gerecht gestaltet sein. Das Angebot an Gastronomie, Cafés und Treffpunkten soll ausgebaut werden.
  • Ebenfalls Schwerpunkte bilden in der Zukunft der Ausbau der Angebote für Jugendliche und der digitalen Infrastruktur sowie evtl. die Schaffung von ergänzenden touristischen Angeboten in der Stadt.
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