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Die Stadtgärtnerei informiert

Lebensraum Totholz

28.04.2020

Am Hohwegle, einem Geh- und Radweg südlich der Storchenstraße wurde in den letzten Tagen eine unbeachtete Grünfläche mit knapp 1100 m² wieder aufgewertet. Durch aufschütten von altem Sand, Rindenmulch und großen Baumstämmen entsteht hier in nächster Zeit ein wertvolles Totholzbiotop mit „haufenweise“ Lebensräumen.

Totholz ist die Grundlage für neues Leben und einer der wertvollsten Lebensräume überhaupt. Denn das tote Holz zersetzt sich hier vor Ort zu wertvollem Humus für junges Grün. Die Artenvielfalt der beteiligten Pflanzen, Tiere und ist Pilze ist überwältigend !

Zum Schutz dieses Lebensraumes bitten wir die Bürger*innen, diesen Bereich nicht mehr zu betreten und auch dort keine Hunde mehr herein zu lassen; somit helfen Sie aktiv mit, den Tieren und Pflanzen einen innerstädtischen Rückzugsort zu bieten.

Die Flora und Fauna wird es Ihnen danken !


Wilder Müll

12.12.2019

Plastiktüten, Lebensmittelreste und Verpackungsmüll; es ist nicht nur so ein Eindruck, den manche Bürger haben, es ist leider tatsächlich so.
Immer öfter werden Parkplätze in Langenau z.B. am Friedhof oder das Industriegebiet als Müllhalde missbraucht.
 
Wilder Müll ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Er ist eine Gefahr für Mensch und Tier, für den Boden und das Grundwasser und schließlich kostet seine Beseitigung die Allgemeinheit Geld.
 
Sind die illegal abgeladenen Abfälle Wind und Wetter ausgesetzt, reißen Kunststoffsäcke auf, Gefäße rosten oder platzen. Giftige Stoffe verwehen dann oder sickern in Boden sowie Grundwasser oder finden sich auf landwirtschaftlichen Flächen wieder. Aber auch vermeintlich ungiftige Materialien sind nicht weniger gefährlich.
 
Wild lebende Tiere können durch achtlos weggeworfenen Müll verletzt, behindert oder gar getötet werden.
So erwartet Igel, Frösche oder Mäuse, die in ihrer Neugierde in Joghurtbechern oder Konservendosen festklemmen, oft ein grausames Schicksal: sie ersticken, ertrinken, verhungern.
 
Auch Schnittverletzungen bei Wildtieren durch Glasscherben
oder Kronkorken sind keine Seltenheit.
 
Wir bitten daher auch im Hinblick auf den Umwelt- und Naturschutz darum, den Müll in die dafür vorgesehen Abfalleimer, im Recyclinghof oder an der Müllumladestation Ochsenhölzle abzugeben.


„Blumenwiesen“- und Langgrasmahd

17.07.2019

Viele Bürger*innen fragen sich inzwischen immer öfter, warum die Stadtgärtnerei das Langgras bzw. Wiesenflächen erst sehr „spät“ mäht. Die Politik, welche hinter dieser späten Mahd steckt lässt sich einfach erklären.
 
Spätes Mähen sichert die Artenvielfalt
Diese Renaturierung ist ein völlig natürlicher Vorgang, infolgedessen zunächst die für eine Wiese typischen Kräuter und Blühpflanzen von konkurrenzstärkeren Pflanzen verdrängt werden würden. Vor allem Sträucher und Büsche (z. B. Brombeeren) sowie sich leicht verbreitende und schnell wachsende Bäume wie Ahorn und Birke würden die Wiese zuwuchern. Dazwischen gedeihen vor allem hartnäckige Gräser. Diese Entwicklung lässt sich nur durch pflegende Maßnahmen, darunter vor allem die Mahd, aufhalten. Das Mähen sorgt dafür, dass konkurrenzstarke Pflanze zurückgedrängt und empfindlichere Blumen und Kräuter eine Chance aufs Wachstum erhalten.
 
Der richtige Zeitpunkt für die Mahd
Wesentlich ist dabei der richtige Zeitpunkt für eine Mahd. Mähen Sie Ihre Wiese möglichst erst dann, wenn die Blumen und Kräuter ausgeblüht und gesamt haben. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass die Samen der gewünschten Pflanzen genug Licht und Platz zum Keimen haben – etwa drei bis vier Wochen nach der Mahd keimen die Samenkörner (die meisten Wiesenblumen sind Lichtkeimer) und wachsen zu neuen Blumen und Kräutern heran. Traditionell werden Wiesen in der zweiten Julihälfte sowie im August gemäht.
 
Auf die richtige Technik kommt es an
Die städtischen Wiesen werden inzwischen vorwiegend mit einem Balkenmäher oder Doppelmesser gemäht. Der Vorteil liegt auf der Hand. Ein Mulcher sowie Mähroboter „schreddert“ sämtliche Bodenlebewesen.
 
Sauberkeit muss „neu“ definiert werden
Ist der Löwenzahn für die einen lästiges Unkraut, loben ihn andere für seine heilende Wirkung und als Zutat für einen schmackhaften Salat. Disteln sind bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen äußerst beliebt, wer die Insekten in seinen Garten locken möchte, sollte ein paar wilde Disteln stehen lassen oder gezüchtete Stauden beim Staudengärtner kaufen.
 

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