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Ungarndeutsche Heimatstuben

Kennen Sie die "Schwäbische Türkei"?

Das seit 1981 geöffnete volkskundliche Museum ist diesem Siedlungsbereich im ungarischen Donauraum gewidmet. Eine großflächig angelegte geographische Schautafel informiert über die Wanderungsbewegung der seit dem 2. Weltkrieg in Langenau angesiedelten Ungarndeutschen.

Zusammengetragene Kulturgüter aus dem ehemaligen Lebensbereich der Aussiedler laden den Besucher zu einem Ausflug in eine ungewöhnliche Kulturlandschaft ein.

Die 30er und 40er Jahre stehen im Vordergrund. Wie die Menschen gekleidet waren, wo und wie sie lebten, arbeiteten und feierten sind Fragen, die die liebevoll inszenierte Sammlung historischer "Andenken" lebensnah beantwortet.

Landwirtschaftliche Geräte, Gegenstände aus der Weinkelterei und der Hanfverarbeitung, Wohnungs- und Küchenausstattungen, seltene Wäscheteile, Brautkränze und wertvolle Trachten mit Zubehör aus dem bäuerlichen Lebensrhythmus sowie Fotos dokumentieren das dörfliche Alltagsleben und verwöhnen das Auge und den volkskundlichen Wissensdurst.

Glanzstück ist die originalgetreue "Vordere Stube" mit ungarndeutschem Mobiliar. Wer sie betritt, findet sich in eine andere Welt versetzt:

Ein Wäscheschrank mit textilem Inhalt, charakteristisch aufgetürmte Betten mit repräsentativer, teilweise handbestickter Wäsche, Diwan, Kleinodien an den Wänden und auf einer typischen Kommode aus dieser Zeit erinnern an die ungewöhnliche ungarndeutsche Kultur.

... im Pfleghof, nur ein paar Schritte vom Heimatmuseum entfernt.
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