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Alb-Donau-Kreis saniert die Ortsdurchfahrt Langenau


Von Stefan Bentele

Mit dem Neubau wird zwar voraussichtlich erst im Frühjahr 2021 begonnen, doch der Abbruch der Donaubrücke in Öpfingen soll im Herbst kommenden Jahres erfolgen und fällt damit noch in den Haushalt 2020. Wie Tobias Wanner, Fachdienstleiter Straßen im Landratsamt, am Montag im Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags sagte, handelt es sich dabei mit Gesamtkosten in Höhe von drei Millionen Euro, verteilt auf mehrere Jahre, um die größte Maßnahme unter allen Straßenbauprojekten der nächsten Zeit.

Im Vergleich dazu ist der Neubau der Albrecht-Berblinger-Straße zwischen Ulmer Norden und Landesstraße 1239 mit 2,97 Millionen Euro günstiger und mit einer Freigabe im dritten Quartal 2020 voraussichtlich früher fertig. Außerdem will der Kreis die Sanierung der Ortsdurchfahrt Langenau angehen und „im nächsten Jahr abhandeln“. Die Umsetzung habe sich verzögert, weil nicht klar war, ob die Klassifizierung als Kreisstraße zustande kommt. Kosten für die Arbeiten: 770 000 Euro.

Mähen statt mulchen
Die Grünen-Fraktion beantragte, für den Insektenschutz statt eines Mulchgeräts ein Balkenmähgerät für die Straßenmeisterei Langenau zu kaufen. Die Fraktionen von CDU, FW und SPD lehnten das ab, verwiesen auf einen solchen Antrag vor zwei Jahren und die hohen Kosten. Landrat Heiner Scheffold betonte, dass der Kreis den Bereich direkt an der Straße intensiv bewirtschafte, daneben aber extensiv arbeite. Und er verwies auf das Pilotprojekt des Landes und der Hochschule Nürtingen-Geislingen, das im Kreis läuft und in Obermarchtal startete. Ziel: mehr Blühendes am Straßenrand. Grünen-Kreisrätin Bettina Egle zog den Antrag schließlich zurück und bat darum, über das Pilotprojekt einmal im Gremium zu berichten.

Mit 938 000 Euro fließt im Jahr 2020 ein „recht hoher Betrag“ in die Kreisdeponien, wie Ulrike Gläser, Fachdienstleiterin Abfallwirtschaft, im Ausschuss sagte. Grund sei die Rekultivierung der Deponie Grund bei Lonsee-Ettlenschieß. Mit Blick auf die Abfallentsorgung im Alb-Donau-Kreis von 2023 an beantragten die Grünen, früh mit Ulm und angrenzenden Landkreisen über eine gemeinsame Verwertung von Biomüll nachzudenken. Kämmerer Ulrich Keck verwies auf den Zweckverband TAD, dort habe man darüber bereits gesprochen.
In einem weiteren Antrag forderte die Grünen-Fraktion eine Kampagne gegen die Vermüllung der Landschaft, etwa mit Informationsarbeit an Schulen, mit Plakaten und Kurzfilmen. Gläser zufolge wird vieles bereits umgesetzt, zudem präsentierte sie Zahlen zu wildem Müll (siehe Infokasten). Landrat Heiner Scheffold schlug als neuen Weg vor, eher auf Soziale Medien zu setzen. „Da erreichen wir eine größere Zielgruppe ohne großen Aufwand.“ Lutz Mammel (Grüne) zog den Anregung daraufhin zurück und ließ ihn als Hinweis gelten.

Am Ende stimmten alle Ausschussmitglieder den Teilhaushalten zu und empfahlen diese dem Kreistag zum Beschluss.

45 Tonnen wilder Müll im Jahr 2018
Zahlen Ulrike Gläser zufolge belief sich die Menge an wildem Müll vergangenes Jahr auf 45 Tonnen, was in etwa den Vorjahren entspricht. Im Schnitt gibt es 61 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten pro Jahr. Die höchste Strafe im vergangenen Jahr für die Ablagerung von Müll betrug 3500 Euro. „Das schmerzt dann auch.“
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