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Die Langenauer Feuerwehr zeigt, was sie kann


Von Sophie Janjanin-SWP

Dass die Feuerwehr nicht nur Brände bekämpft, ist bekannt. Doch welche Aufgaben hat die Wehr noch? Das konnten die Besucher am „Tag der offenen Tür“ von den Feuerwehrleuten der Wache in Langenau erfahren. „Wir möchten die Feuerwehrarbeit der Bevölkerung näher bringen“, sagte Gesamtkommandant Herbert Bosch. Und die beinhaltet zum Beispiel auch das Beseitigen von Ölspuren und Gefahrgut und die Unterstützung des Rettungsdienstes bei Verkehrsunfällen.

Wie die Feuerwehrleute eingeklemmte Menschen aus einem Auto mit Hilfe eines Spreizers befreien, zeigten die Einsatzkräfte am Sonntag bei einer Schauübung: Mit Blaulicht rückte das Feuerwehrauto an. Dann wurde der hydraulische Rettungssatz ausgefahren und der Spreizer herausgezogen. Damit schnitten die Hilfskräfte schließlich die Autotür auf.

Zeigen, wofür das Geld der Stadt verwendet wird
Den Bürgern solle gezeigt werden, warum die Kommune so viel Geld in Einsatzwagen und Ausrüstung der Feuerwehr investiert, koste doch ein Feuerwehrauto mindestens 200 000 Euro. „Wir wollen offen zeigen, was wir machen“, sagte Thomas Genz, Abteilungskommandant der Wache in Langenau. Bei dieser Gelegenheit könnten auch Irrtümer ausgeräumt werden: zum Beispiel, dass die Feuerwehr mit zu vielen Fahrzeugen ausrücke.

Informations-Offensive und viele Angebote für Kinder
Bei den Besuchern kam die Informations-Offensive gut an: „Es ist schön, dass die Fahrzeuge zugänglich gemacht werden“, sagte Benni Gulde. Der Langenauer kommt mit seiner Familie jedes Jahr zum „Tag der offenen Tür“. Die Feuerwehr sei immer ein Highlight, besonders für Kinder.
Für den potenziellen Feuerwehrnachwuchs gab es tatsächlich einiges auszuprobieren: Klettern auf dem Feuerwehrfahrzeug, Spritzen mit dem Löschschlauch und Schminken von Wunden. „Wir haben bei der Jugendfeuerwehr einen Zulauf“, berichtete Gesamtkommandant Bosch, „und der ist dem ,Tag der offenen Tür’ geschuldet.“

Doch nicht nur für Kinder gab es viel zu erleben. So gab es in der Feuerwache selbst einiges zu erkunden. Wie werden die Schläuche geprüft und repariert? Wie sieht ein Schutzanzug, wie sieht eine Atemmaske aus? Besonders die Instandhaltung der Geräte sei ein wichtiger Punkt, sagte Genz. Die Langenauer Feuerwehr ist für die Prüfung der Atemschutzmasken von Feuerwehrleuten aus dem ganzen Alb-Donau-Kreis verantwortlich. „Da geht’s um Menschenleben“, daher müsse mit besonderer Sorgfalt gearbeitet werden.

Früher musste der Schlauchwagen an den Einsatzort gezogen werden
Nicht nur moderne Sicherheits-Technik war zu besichtigen, die Besucher konnten auch einen Blick in die Geschichte der Langenauer Wehr werfen. Ein historischer Schlauchwagen, der mit Muskelkraft gezogen werden musste, versetzte die Betrachter zurück in die Zeit, als die Feuerwehr tatsächlich ausschließlich Brände bekämpfte.

Heute sind die Einsatzkräfte immer abrufbereit, um zu helfen, wenn Menschen in Not sind. Auch für den „Tag der offenen Tür“ haben die Langenauer kräftig angepackt. Ein Aufwand, der sich laut Abteilungskommandant Genz gelohnt hat: „Schön, dass trotz des schlechten Wetters so viele Leute gekommen sind.“

Pro Jahr etwa 130 Mal im Einsatz
Aktive In der Feuerwehr-Abteilung Langenau sind 86 Männer und vier Frauen ehrenamtlich tätig. Pro Jahr bewältigen sie etwa 130 Einsätze, dafür stehen ihnen neun Löschfahrzeuge zur Verfügung. In der Jugendfeuerwehr machen etwa 40 Zehn- bis Siebzehnjährige mit und bereiten sich auf den aktiven Dienst vor. Die Abteilungen in den Teilorten Albeck, Göttingen und Hörvelsingen zählen jeweils etwa 30 Einsatzkräfte.
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