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Vereine aus ganz Oberschwaben zu Gast


Diana Prutzer

Ein eindrucksvolles Bild boten sie beim Ein- und Ausmarsch in die Langenauer Stadthalle: die Fahnenabordnungen von 27 Schützenvereinen aus Oberschwaben. Feierlich umrahmten sie den Bezirksschützentag, den in diesem Jahr die Zimmerstutzengesellschaft Langenau ausrichtete. Traditionell wurde den Gastgebern die Bezirksschützenfahne übergeben.

Langenaus Bürgermeister Daniel Salemi sprach dem Verein seinen Dank aus, dass die Schützen „den Tag nach Langenau geholt haben“. Genau wie der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel und der erste Landesbeamte Markus Möller fand der Bürgermeister anerkennende Worte für das lebendige Vereinsleben der zahlreichen Schützenvereine: „Sie schaffen es, eine lange Tradition in ein modernes Gewand zu kleiden“.

Einen feierlichen Höhepunkt des Tages stellte die Proklamation der Bezirksschützenkönigin dar. Ermittelt wurde diese am Vormittag unter den Vereins- und Kreisschützenkönigen. 25 eingeladene Schützen feuerten dabei je zehn Schuss aus dem Luftgewehr ab. Selina Birk vom KKSC Steinach gelang es, ihren Titel als Schützenkönigin mit 34,8 Teilern zu verteidigen. Erneut hängte Bezirksoberschützenmeister Leonhard Schunk ihr für ihre einjährige Regentschaft die Bezirks-Königskette um. Erster Ritter wurde Hartmut Losert vom SV Oberstetten mit 42,9 Teilern. Als Zweiter Ritter wurde Marina Keybach vom SV Rohrdorf mit 49,7 Teilern ausgezeichnet.

Förderpreis ausgeschrieben
Um Vereine in der Mitgliederwerbung zu unterstützen, fand auch 2018 die Ausschreibung eines Förderpreises statt: Prämiert werden damit Projekte und Veranstaltungen von Schützenvereinen zur nachhaltigen Mitgliedergewinnung, etwa Zeltlager für Jugendliche oder Kooperationen mit Schulen. Elf Vereine haben sich für den Förderpreis beworben, wie Bezirksoberschützenmeister Schunk berichtete. Auch die Zimmerstutzengesellschaft Langenau bekam 500 Euro Förderung zugesprochen.

Schunk verwies zudem auf das derzeit laufende Projekt "Verbandsent-wicklung“. Um unter anderem dem Rückgang von Mitgliedern und Mannschaften vorzubeugen, werden derzeit Strategien entwickelt. Denkbar wäre etwa, dass Schützenkreise und -bezirke zu Regionen zusammengefasst werden. „Das ist ein Vorschlag, der noch nicht in Stein gemeißelt ist, sondern stellt nur eine Diskussionsgrundlage dar. Zu gegebener Zeit entscheiden Sie darüber“, informierte Reinhard Mangold, Sprecher der Projektgruppe, die Deligierten.

Die Delegiertenversammlung nutzte Bezirksjugendleiter Jürgen Altvater, um seinen Rücktritt aus dem Amt bekannt zu geben. „Das ist mein letzter Auftritt heute, nach zwölf Jahren gebe ich das Amt ab.“ Ein Nachfolger wird beim Bezirksjugendtag in Leupolz im Mai gewählt.

Bei der Wahl der Ämter im Schützenbezirk zählte Bezirksschriftführer Harald Kächler 171 Delegiertenstimmen. „Das Ergebnis ist relativ ernüchternd“, sagte er. Denn bei 428 möglichen Stimmen sind das nur 41 Prozent Wahlbeteiligung, wohingegen es im vergangenen Jahr noch über 50 Prozent gewesen seien. Auf jeden Verein im Schützenbezirk entfällt dabei eine gewisse Stimmanzahl: Pro 50 Mitglieder erhält ein Verein eine Stimme. Mit 153 Stimmen wurde Barbara Noll auf weitere vier Jahre ins Amt der Bezirksschützenmeisterin gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch der Bezirksschriftführer Harald Kächler und der Bezirkssportleiter Horst Schwarzenbach. Auch die Rechnungsprüfer Franz Lang und Gotthard Diebold sowie die stellvertretende Kassenprüferin Gabi Schwarzenbach werden ihre Ämter nach der Wahl weiterhin ausführen.

Über 100-jährige Geschichte
Verein Der Schützenverein Zimmerstutzengesellschaft Langenau feierte 2012 sein 100-jähriges Bestehen. Er hat 201 Mitglieder. Mit drei Auflagenmannschaften Luftgewehr, vier Sportpistolen- und drei Luftgewehrmannschaften sowie je zwei Klein- und zwei Großkalibermannschaften ist er in den Ligen des Württembergischen Schützenverbandes vertreten.

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