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Markus Braunmiller leitet Langenauer Gymnasium


Oliver Heider

Im Dezember hatte das Regierungspräsidium den 45-Jährigen im neuen Amt bestätigt (die SÜDWEST PRESSE berichtete). Sechs Wochen später wird es nun ernst für den vierfachen Familienvater. Als „Hauptaufgabe Nummer eins“ bezeichnet er es im Gespräch mit Langenau Aktuell, „dass der Laden läuft“. Schließlich stehen bald Abi-Prüfungen an. Auf Fortbildungen fürs Leiten eines Gymnasiums mit mehr als 700 Schülern und 70 Lehrern muss der gebürtige Augsburger vorerst verzichten. Grund: Der Stabwechsel erfolgte zum Halbjahr, die meisten Kurse fänden später statt, erklärt der Mann, der seit 2002 am RBG ist, dort Biologie und Chemie unterrichtet.

Dennoch hat Braunmiller schon eine Vorstellung davon, wohin die Reise gehen soll für das Gymnasium unter seiner Führung. Vor dem Hintergrund einer „zunehmend heterogenen Schülerschaft“ müsse es mehr „individuelle und personalisierte Angebote“ geben. So müssten nicht nur schwache Schüler gefördert, sondern auch starke gefordert werden, sagt Braunmiller. „Wir wollen generell die Spitzenförderung ausbauen.“

Dass es keine verpflichtende Grundschul-Empfehlung mehr gibt, sei in den Griff zu bekommen. Wenngleich es „große Unterschiede“ in den Jahrgängen gebe. Braunmiller betont aber: „Wir sind ein Gymnasium und keine Schule für jedermann. Wir wollen auch nicht die neue Gemeinschaftsschule werden“, erklärt Braunmiller, der am RBG neun Jahre lang als Verbindungslehrer an der Seite der Schüler an der Schulentwicklung mitgewirkt hatte, bevor er vor fünf Jahren als Abteilungsleiter Mitglied der erweiterten Schulleitung wurde.

Im Kollegium fühle er sich wohl, sagt der Leiter, der in Ulm lebt. Wenngleich es einen „großen Umbruch“ gegeben habe. Die „alte Garde“, eine „eingeschworene Truppe“ sei weg, ein Team-Spirit im Moment noch nicht so recht vorhanden. Auch daran will er arbeiten, sagt Braunmiller, der künftig vier Stunden pro Woche selbst unterrichtet. Als Team müsse man besser sein als die Summe der Einzelteile. Weshalb ihm auch an einem noch besseren Verhältnis zur Stadt Langenau, den Schülern und Eltern gelegen sei.

Was von außen oft bemängelt werde, ein angeblich hoher Unterrichts-Ausfall, sehe er als nicht problematisch am RBG. Dort fielen weniger als fünf Prozent des Unterrichts aus. Im Landes-Durchschnitt sei dies kein schlechter Wert.
Langweilig dürfte Braunmiller jedenfalls so schnell nicht werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bald die Anmeldetage anstehen.

Karin Moritz sagt „Servus“
Karin Moritz hat sich am Dienstag vergangener Woche in der Pfleghofhalle von den Schülern mit einem „Servus“ verabschiedet. Offiziell verließ sie das Robert-Bosch-Gymnasium am Donnerstagnachmittag, als auch die Einsetzung ihres Nachfolgers anstand. Die zweifache Mutter leitet künftig ein Gymnasium in München, wo ihr Mann lebt.

Unterrichtszeit
Zum Start des Schuljahres 2015/16 hatte Moritz die Leitung des RBG übernommen. Laut einer Mitteilung hatte sie in den dreieinhalb Jahren ihrer Tätigkeit „viele Akzente“ gesetzt, „neue Prozesse in Gang“ gebracht und „einige Innovationen“ eingeführt. So machte sie sich etwa dafür stark, dass der Schulbeginn um mehr als 30 Minuten nach hinten verschoben wurde. Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 startet der Unterricht für die Schüler der weiterführenden Schulen der Stadt Langenau um 8 Uhr. Zeitgleich sei ein „Doppelstundenmodell“ eingeführt worden, was „zu einer deutlichen Beruhigung im Schulhaus“ und einer „angenehmen Rhythmisierung des Vormittags“ geführt habe, wie es weiter heißt.

Digitalisierung
Gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter Franz Rohmer habe Moritz die Digitalisierung und Modernisierung des RBG vorangetrieben: Es wurden Klassenzimmer neu mit Internetzugängen, Computern, Sound-Systemen und Beamern ausgestattet, neue Fachräume für „Bildende Kunst“ geschaffen und der Fachraumbereich der Biologie erneuert. 2018 bekam das ganze Kollegium schulische E-Mail-Adressen mit einheitlichem Format.

Obst
Nach der Einstellung des Europäischen Schulfruchtprogramms für die weiterführenden Schulen schaffte es Moritz „durch fleißige Suche nach Sponsoren“, dass noch ein weiteres Schuljahr jede Woche kostenlos frisches Obst angeboten wurde.
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