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Robert-Bosch-Straße in Albeck: Aussicht auf Tempo 50


Langenau / Markus Fröse

Weihnachten steht vor der Tür – und zwei lang gehegte Wünsche des Ortschaftsrats Albeck könnten erfüllt werden: Tempo 50 statt 60 auf der Robert-Bosch-Straße, die als Landesstraße 1079 und A-8-Zubringer stark befahren ist. Und eine Ampel mit „Voll- statt Teilsignalisierung“, wie es im Beamtendeutsch heißt, an der Kreuzung mit Werdenbergstraße und Bolstraße. Bislang schaltet sich die Ampel dort erst ein, wenn Autofahrer in den Ortsstraßen eine Zeit lang vergeblich auf eine Einfahrt auf die Landesstraße warten.

Der Langenauer Gemeinderats-Ausschuss für Soziales und Verwaltung (ASV) hat am Dienstag einstimmig beschlossen, den Empfehlungen des Ortschaftsrates zu folgen und beim Verwaltungsverband Langenau als unterer Straßenverkehrsbehörde die Anordnung einer Ortsdurchfahrt für die Robert-Bosch-Straße zu beantragen, ebenso die Umrüstung der Ampelanlage. Bei bisherigen Vorstößen des Gemeinderats in Sachen Temporeduzierung und Ampelsteuerung hatten die zuständigen Stellen abgewunken.

Nicht genug Lärm
Im Rahmen der Lärmaktionsplanung (die SÜDWEST PRESSE berichtete) hatte der Gemeinderat schon einmal eine Temporeduzierung auf 50 beschlossen. Dafür reichen die Lärm-Messwerte auf der Bosch-Straße nicht aus, beschied die höhere Straßenverkehrsbehörde. Daran erinnerte die Stadtverwaltung nun in der ASV-Sitzung. Ebenso an den Beschluss des Gemeinderats, der schon 2012 eine Ampel-Umrüstung forderte. Diese habe das Verkehrsministerium Baden-Württemberg abgelehnt – wegen „stark asymmetrischen Verkehrsströmen“ an der Kreuzung.

Man habe überlegt, wie man zum Ziel kommen kann und dies mit den Behörden besprochen, teilte Bürgermeister Daniel Salemi den ASV-Mitgliedern vor ihrem Beschluss mit. Nach einem Vor-Ort-Termin 2017 an der Ampel mit einem Vertreter des Verkehrsministeriums sei die „Sach- und Rechtslage“ neu überprüft worden. Bei einer Verhandlung im August 2018 hätten das Ministerium und das Regierungspräsidium Tübingen (RP) einer „Vollsignalisierung“ der Ampel zugestimmt. Außerhalb der Haupt­ver­kehrs­zeiten könne die Ampel  laut RP ausgeschaltet sein, weshalb der ASV den Betrieb von 6 bis 19.30 Uhr beantragt hat.

Der Albecker Ortsvorsteher Walter Wiedenmann regte eine Ampelsteuerung an, die Schnellfahrer auf der L 1079 erkennt und durch Umschalten auf Rot abbremst. Das wünscht sich auch der ASV. Mittel für die Umsetzung (siehe Infokasten) sieht laut Salemi der Stadthaushalt 2019 bereits vor, der voraussichtlich am 14. Dezember eingebracht wird.

Behörden denken um
Das Umdenken der Behörden in Sachen Tempo 50 erklärt sich der Bürgermeister mit der zunehmenden Bebauung entlang der L 1079. Bei dieser handele es sich laut RP zwar weiterhin um eine „freie Strecke, die am Ort vorbeiführt“ und um „keine straßenrechtliche Ortsdurchfahrt“. Eine straßenverkehrsrechtliche Ortsdurchfahrt auszuweisen, sei aber möglich, samt gelben Ortstafeln „mit der Maßgabe Tempo 50“.
Die gelben Ortstafeln können laut Salemi erst nach einer Verkehrsschau aufgestellt werden.
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