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„Besser bechern“ kommt in Langenau gut an


Wie schon kurz zum Start berichtet, soll mit dem von der Uni Tübingen übernommenen Konzept dieser Aktion etwas zur Müllvermeidung getan werden: Neben der Bäckerei Buck, mit der Walter das Projekt bei der Stadt erfolgreich empfohlen hatte, machen auch die Bäckerei Wildermuth und das Café im Bahnhof mit: Sie bieten einen Kaffee zum Mitnehmen um zehn Prozent günstiger an, wenn der Kunde einen eigenen Mehrwegbecher mitbringt. Die Stadt bewirbt die Aktion in ihren Einrichtungen mit den entsprechenden Plakaten.
Zwar sind nur etwas mehr als 20 der eigens kreierten Thermosbecher mit Stadt-Langenau-Aufschrift und -Logo verkauft worden – die gibt es im Bürgerbüro für zwölf Euro. Doch ein Facebook-Post einer Kundin der Bäckerei Buck hat für einen Ansturm an Anfragen bei der Stadt gesorgt: Mehr als 82 000 Mal wurde das Bild des Langenauer Posters geteilt, der Original-Post hat knapp 7000 Reaktionen erreicht. Das Poster besteht aus einem Text, der die Absurdität der Produktion eines Pappbechers erklärt, der aus Holz aus Skandinavien, mit viel Energie und Wasser sowie einer Plastikschicht hergestellt wird, nur um dann in der Bäckerei nach fünf Minuten Nutzung im Abfalleimer zu landen. „Anstatt die Keramiktasse zurück zur Abgabe zu bringen, wo sie einfach gespült wird.“ Dutzende Kommentare wie „Traurig, aber wahr“ oder „Trinke meinen Kaffee aus Porzellan, im Sitzen!!!“ sind darunter zu lesen.
Viele Anfragen hat die Stadtverwaltung Langenau und die Fair-Trade-Gruppe auf den Post hin aus ganz Deutschland erhalten. „Das hat uns überrascht und natürlich gefreut“, sagt Edwin Köperl, Leiter des Schul-, Sport- und Kulturamts. Meistens gehe es darum, dass ein Laden oder Café das Poster selbst aufhängen will und fragt, ob dies genehmigt werde.
Die Aktion „Besser bechern“ passe natürlich bestens zu den Bemühungen der Stadt, freut sich auch die „Fairtrade-Stadt-Langenau“-Leiterin Sabine Tischer, die ebenfalls Anfragen erhalten hat. Die Stadt hat das Plakat aufgrund des hohen Interesses in Abstimmung mit den Tübinger Urhebern der Aktion online zum Download bereitgestellt. „Wenn jetzt noch alle, die mitmachen, fair gehandelten Kaffee in die Tassen aus­schenken, wäre es perfekt“, sagt Tischer, deren nächste Aktion mit der Fairtrade-Gruppe der zum zweiten Mal stattfindende Empfang zum Kinderfest am 28. Juli ist. Dort soll es wieder Häppchen mit regionalen Backwaren und fair gehandelten, nachhaltigen Produkten  geben.
Aktion im September
Außerdem werden die zehn Gewinner des landesweiten Poster-Wettbewerbs „Augen auf – Armut im Blick“ zum Thema Armut in Baden-Württemberg im September im Kulturbahnhof ausgestellt. Dazu soll – ebenfalls dort – auch eine mobile Ausstellung über „Schwabenkinder“ des Bauernhausmuseums Wolfegg zu sehen sein, und die Fairtrade-Gruppe aus Langenau ergänzt das Ganze mit einer kleinen Ausstellung zu extremer Armut und Kinderarbeit heute. „Die Stadt Langenau trägt diese Aktion der Fairtrade-Gruppe mit, das Thema extreme Armut und ihre Auslöser sollen dabei veranschaulicht werden“, sagt Sabine Tischer. Zu erwarten seien in der Ausstellung auch Hörstationen und Banner.

Langenau / KARIN MITSCHANG 15.05.2018
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Redakteur / Urheber
Stadt Langenau
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