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Vortrag: Was kann man im Garten für Bienen tun?


Gut besucht war die Lesung der Landschaftsarchitektin Simone Kern in der Buchhandlung Mahr. Die Allgäuerin las aus ihrem Ratgeber „Mein Garten summt“ und gab den Besuchern viele Tipps rund um insektenfreundliche Grünanlagen. „Jeder Garten hat Eckchen, wo ich etwas zulassen kann, wo auch mal Brennnesseln stehenbleiben können“, sagte sie und empfahl, das eigene Gärtchen einmal mit dem Blick der Biene oder anderer kleiner Lebewesen zu betrachten. „Gut gemähter Rasen und abgesammeltes Herbstlaub schaden den Tieren.“ In einem „extrem geschleckten“ Garten hätten es Insekten schwer, Nahrung zu finden. „Manchmal ist weniger mehr“, sagte Kern.
50 Prozent der Wildbienen stünden mittlerweile auf der Roten Liste, in den vergangenen Jahrzehnten sei die Gesamtzahl der Insekten um 75 Prozent zurückgegangen. Die Gründe seien vielfältig: Neben Grünlandschafts-Bewirtschaftung könnte unter anderem eine zunehmende Stickstoffbelastung verantwortlich sein. Doch auch, wenn es wichtig sei, den Garten im Sinne der Insekten zu gestalten, solle der Mensch nicht zu kurz kommen, sagte Kern. Ideal sei ein Garten, der Genuss, Geruch und Geschmack gleichermaßen anspreche. „Wenn ich einen Johannisbeerstrauch im Garten habe, habe ich den Hummeln etwas Gutes getan und hab später meine Johannisbeeren.“

Langenau / Sonja Fiedler 15.05.2018
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