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Herr Schreijäg berichtet von der Veranstaltung für Vertreter der Kreise und Kommunen, um im Vorfeld über die einzelnen Phasen des Verfahrens zur Endlagersuche zu informieren.

Dieses gliedert sich in drei Phasen und soll 2031 mit der Festlegung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle für ganz Deutschland enden. Bei Einhaltung dieses Zeitplans rechnet man mit einer Inbetriebnahme bis zum Jahr 2050.

In Phase eins werden zunächst bundesweit die vorhandenen Daten, vor allem der geologischen Landesämter, ausgewertet. Geeignete Suchfelder, das sind Formationen aus Granit, Salz oder Ton, sollen so ermittelt werden. Ob unsere Region in dieses erste große Suchraster aufgenommen wird, ist jetzt noch nicht zu sagen. Bis Mitte 2020 soll dies feststehen. Dann sollen auch erste Karten von vorläufigen Suchfeldern veröffentlicht werden. Alle Karten, die momentan kursieren, stammen nicht aus diesem Verfahren. Sobald die großen Suchfelder feststehen, wird eine erste Eingrenzung erfolgen. Einmal durch Ausschlusskriterien (etwa Bergbau, Bohrungen für Öl, Gas oder Wasser). Zum Zweiten dadurch, dass die Suchfelder bestimmte Mindestkriterien erfüllen müssen. So werden etwa eine Überdeckung von mindestens 300 Metern und eine Mächtigkeit von mindestens 100 Metern gefordert.

Die Öffentlichkeit, Umweltverbände und die Regionen werden ab dieser Phase am Verfahren beteiligt. Am Ende der ersten Phase wird ein Gesetz zur Festlegung von Standorten für die übertägige Suche stehen.

Die Phase zwei besteht aus einer näheren Erkundung mit übertägiger Sichtung der Standorte, Erkundungsbohrungen und Untersuchungen. Phase zwei endet mit einem Gesetz zur Festlegung von  Standorten zur  untertägigen Erkundung. Mindestens zwei Standorte sollen dann in Phase 3 ganz detailliert erkundet werden. Das beinhaltet Erkundungsbergwerke und Untersuchungen unter Tage. Das Verfahren soll 2031 abgeschlossen werden und in einem Gesetz den Endlagerstandort festlegen.

Eine wichtige Frage für Kommunen im Umfeld des AKW Gundremmingen ist das dortige Zwischenlager. Es ist davon auszugehen, dass dieses bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers betrieben werden muss.
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