Prähistorische Sammlung - Vor- und Frühgeschichte - römischer Grabstein
Dieser Grabstein wurde 1896 in der Martinskirche entdeckt. Er stammt
aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und wurde aus weißem Juragestein
gefertigt. Der Grabstein hat ein halbrundes Oberteil mit einer Nische
in der ein Mann dargestellt ist. Die Inschrift beginnt auf dem Oberteil
mit „D(is) M(anibus)“, dem Anrufen der Götter der Unterwelt.
Darunter ist die Grabinschrift von einem Rahmen umgeben. Die Höhe
beträgt 144 cm, die Breite 88 cm. Die Übersetzung lautet:
„Den Göttern der Unterwelt. Der Aelia Novella, seiner Mutter, sie lebte 70 Jahre und der Victoria, Tochter des Fortionis, seiner Gattin, die 40 Jahre lebte und seinem Sohn Hermes, der 19 Jahre lebte, hat Flavius Serenus in treuer Liebe den Grabstein aufstellen lassen.“
Die Toten durften nach dem Gesetz nur außerhalb der Siedlungen verbrannt und bestattet werden. Die Friedhöfe lagen beiderseits der aus den Siedlungen führenden Straßen. Man kann nun mit Recht behaupten, dass dieser Flavius Serenus die älteste namentlich bekannte Person Langenaus ist.
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