Ungarndeutsche Heimatstuben - Karfreitagsrätsche
Sieht
wie ein Musikinstrument aus, ist aber keines – die
Karfreitagsratsche. In den Ungarndeutschen Heimatstuben kann diese besichtigt
werden. Sie ist in Handarbeit aus Holz angefertigt und stammt
aus dem Jahr 1935. Auf einem Brett sind an Holzfedern vier Hämmer
aus Holz befestigt. Eine Walze wird mittels einer Kurbel betätigt
und die darauf unregelmäßig
angebrachten Nocken erzeugen das Geräusch. Die meisten Ungarndeutschen
sind Katholiken. Die Ratsche wurde bei Ihnen als Ersatz für die
Kirchenglocken am Karfreitag eingesetzt, an welchem die Ministranten
nachmittags mit lautem Rätschenlärm zur Sterbestunde Christi
den Beginn der Karfreitagsliturgie in der Kirche „einläuteten“.
Diese wird auch noch heute in Deutschland in Gemeinden mit überwiegend
katholischer Bevölkerung
wie z. B. in Rammingen verwendet.
>> zurück zu den Ungarndeutschen Heimatstuben
Startseite