| Medientipps | Romane |
März 2012
Noam Shpancer - Der gute Psychologe
Standort: Romane A-Z
Er ist Psychologe, der sich auf die Behandlung von Angsterkrankungen spezialisiert hat. Gegen seine üblichen Regeln übernimmt er die Behandlung einer Patientin, die erst um 16Uhr in seine Praxis kommen kann, und bei der es ihm schwerer fällt den Rahmen, der bei einer Therapie nötig ist einzuhalten. Abends unterrichtet er Studenten und versucht ihnen die Grundlagen der Psychoanalyse zu vermitteln. Er ist Single und liebt seine Kollegin Nina, mit der ihn ein Geheimnis verbindet, über das er nicht reden darf.
Noam Shpancer ist Professor für klinische Psychologie an der Universität Ohio und verbindet in seinem Roman die Geschichte seiner Hauptfigur (die keinen Namen hat) mit sehr viel Einblick in die Psychoanalyse.
Die Geschichte hat zwar Längen und ist durch mehrere Handlungsstränge nicht ganz einfach zu lesen, macht es aber durch das vermittelte Wissen und die Wärme seiner Sprache wieder wett. Für mich zeigt er, dass auch Psychologen ganz „normale“ Menschen sind, die im privaten Bereich Probleme haben, die nicht lösbar und nur sehr schwer zu ertragen sind.
Ein Buch für alle, die sich für Psychoanalyse interessieren.
(Anne Sailer)
Wolfgang Lechner - Was mein LEBEN reicher macht
Glücksmomente aus dem Alltag
Standort: Romane A-Z
„Was mein Leben reicher macht“ - so heißt eine Rubrik der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der Redakteur Wolfgang Lechner ist dafür zuständig, die wöchentlichen Beiträge unter den zahlreichen Einsendungen auszuwählen. Jetzt hat der Redakteur die ergreifendsten und schönsten Beiträge aus dieser Kolumne zusammengetragen und in einem Buch veröffentlicht.
Die Kolumne wurde im März 2010 ins Leben gerufen und sie bekommt pro Monat fast 1.000 Einsendungen. Zu ihren Lesern gehören alle Schichten der Bevölkerung. Angefangen vom Schüler bis hin zu Arbeitslosen und Rentnern. Die Leser berichten von kleinen Erlebnissen, die sie in ihrem Alltag erleben und die das Leben für sie lebenswert machen.
In einer Art Sammelband wurden nun die schönsten und bewegendsten Zuschriften von Wolfgang Lechner zusammengefasst. Und als Zugabe noch einige "Kritzeleien der Woche" mit eingebracht. Unter den Überschriften Liebe, Freunde, Alltägliches, Familie, Natur, Kinder, Schönes, Begegnungen, Dankbarkeit und Erinnerungen finden sich jede Menge schöne Beispiele, die Sonne und Freude in den Alltag bringen können.
Die Beiträge sind so vielseitig wie das Leben selbst und man erkennt, dass ein Jeder viele unbemerkte Glücksmomente in seinem Leben hat. - Man muss einfach nur besser darauf achten!
(Sabine Köperl)
Februar 2012
Isabel Ashdown – SUNDAY GIRL 
Standort: Romane A-Z
Nach 25 Jahren kommt Sarah zurück nach East Selton, um an einem Jahrgangstreffen ihrer Schule teilzunehmen. Am Bahnhof wird sie von ihrem Bekannten John Gilroy abgeholt. Ihre Gedanken gehen zurück ins Jahr 1985, zu ihrem letzten Jahr an der Highschool.
Sarah lebt allein mit ihrem Vater, der wesentlich älter ist, als die Väter ihrer Freundinnen. Ihre Mutter ist verstorben, als sie ein Baby war und auf die Fragen nach ihrer Mutter, erhält sie keine Antwort. Sie ist verliebt in Dante, auf der Suche nach Nähe und Liebe, aber er hat andere Vorstellungen von einer Beziehung, und zieht sich zurück.
Kate und Tina sind ihre engsten Freundinnen mit denen sie viel Zeit verbringt und die ihre Gedanken und ihre Begeisterung für Popmusik teilen (Sunday Girl ist ein Titel der Popgruppe Blondie). Es geht aber auch um heftige Intrigen und tiefe Verletzungen .Und dann ist da noch Jason, Kate`s Vater, der so lässig ist und mit ihr flirtet, und sie nicht weiß, wie sie sich verhalten soll. Bis zu einem Ereignis, das ihr Leben verändert .
Ein Buch, das ich in einem Satz durchlesen musste. - Vielleicht auch, weil es mich ein wenig an die eigene Teenagerzeit erinnert hat. Sehr emotional und feinfühlig geschrieben und übersetzt.
(Anne Sailer)
Januar 2012
Sebastian Fitzek – Der Augenjäger
Standort: Romane Thriller
Der neue Roman von Sebastian Fitzek knüpft an den Vorgänger „Der Augensammler“ an. Die Geschichte um den Reporter Alexander Zorbach und die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev geht weiter.
Wer also den Augensammler noch nicht gelesen hat, sollte unbedingt damit anfangen und jetzt nicht weiterlesen!
Das Ultimatum für Alexander Zorbachs Sohn ist seit 7 Minuten abgelaufen. Sie sind zu spät gekommen. Doch der Augensammler verstößt gegen seine eigenen Regeln. Er gibt Zorbach eine zweite Chance. Er soll beweisen, wie sehr er seinen Sohn liebt – durch Selbstmord. Währenddessen steht die Polizei vor dem nächsten Rätsel: ein Psychopath quält Frauen. Bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig das Augenlied. Danach lässt er sie laufen. Bis jetzt haben alle Frauen kurz danach Selbstmord begangen. Der Verdacht fällt auf den berühmten Augenchirurgen Dr. Suker. Da es an Zeugen und Beweisen mangelt, bittet die Polizei Alina um Hilfe. Sie soll den Augenchirurgen massieren und so Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ erhalten. Zögernd stimmt Alina zu – und begibt sich damit in einen Strudel aus Wahn und Gewalt.
Wieder ein sehr spannender Fitzek, den ich nicht aus den Händen legen konnte. Viele „Klarheiten“ die im Augensammler gewonnen wurden, werden wieder über den Haufen geschmissen... und am Ende weiß man nicht mehr, was jetzt die Wahrheit ist.
Unbedingt Lesenswert! Besonders auch das letzte Kapitel!
(Carola Sauer)
Startseite