Aus dem Gemeinderat vom 19.04.2013
Bürgerfragestunde
Von einem Anlieger der Friedhofstraße wurde gefordert, sein Grundstück nicht bis zur Lange Straße mit Erschließungsbeiträgen zu veranlagen. Bürgermeister Mangold sagte zu, die Sach- und Rechtslage durch das Landratsamt überprüfen zu lassen.
Auf die Anfrage eines Rollstuhlfahrers wurde bestätigt, dass Anregungen von Behinderten beim Umbau des Hallenbades und bei der Beschaffung eines speziellen Spielgerätes für die Fun-Arena geprüft und gegebenenfalls auch berücksichtigt werden sollen.
Breiter Weg – Planung für Kinderspielplatz mit zusätzlichen Geräten für Erwachsene beschlossen
Auf einer 1.750 qm großen Fläche südwestlich des Breiten Weges soll zwischen dem neuen Wohngebiet und dem Gesundheitszentrum nach den Plänen des Bauamtes ein attraktiver Spielplatz für Kinder realisiert werden. Ergänzend sollen gesundheitsfördernde Geräte für Erwachsene und seniorengerechte Bänke gefördert von der Europäischen Union aufgestellt werden. Das auf ca. 165.000 Euro veranschlagte Projekt wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Bauleistungen vergeben
Nach der öffentlichen Ausschreibung ging teilweise nur ein Angebot ein. Die laufende Instandsetzung der Straßen im Jahr 2013, die Befestigung des Fahrradabstellplatzes beim Bahnhof und die Verlängerung des Gehwegs beim Neubaugebiet Saun in Hörvelsingen wurde an die Firma Eckle Langenau für 118.893 Euro vergeben. Die gleiche Firma soll für 254.368 Euro Gehwege absenken und bei der Fun-Arena den Weg zu einem Spielgerät für Behinderte bauen, sobald die Zuschussfrage geklärt ist.
Für den Umbau und die Optimierung der Kläranlage vergab der Gemeinderat Aufträge über 395.520 Euro.
Bebauungsplanentwurf „Südlich der Bahnlinie“ wird erneut ausgelegt
Während der öffentlichen Auslegung im vergangenen Jahr gingen mehrere Stellungnahmen von Bürgern und Behörden ein. Beanstandet wurde das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen in der Olgastraße durch die Reaktivierung von Brachflächen im Gewerbegebiet. Andererseits wurde von Grundstückseigentümern eine zulässige Gebäudehöhe von 30 statt wie vorgesehen von 14 m und die überbaubare Fläche von 70 auf 80 % zu erhöhen gefordert. Auf Wunsch des Landratsamtes sollen in der Nähe des Bahnübergangs Wörthstraße auf einer 750 qm großen Restfläche Lebensräume zum Schutz der einheimischen Zauneidechsen geschaffen werden. Etwas weiter südlich muss auf der Wörthstraße eine Linksabbiegespur in die neue Erschließungsstraße angelegt werden. Diese Straße verläuft nach dem Plan parallel zur Bahnlinie und mündet beim Lagerhaus in die Riedheimer Straße. Ob diese Planung realisiert werden kann, hängt von der Entscheidung der „Bahn“ ab. Dort gibt es Überlegungen, Reserveflächen für die Elektrifizierung, einen zweigleisigen Ausbau, ein Wendegleis und einen Bahnbetriebshof zu behalten. Im weiteren Verfahren sollen die Anliegen der Bahn mit der gewerblichen Entwicklung des Gebiets abgewogen werden, wobei insbesondere die Forderung einer Reservefläche für den Bahnbetriebshof ein Problem darstellt. Die erneute Auslegung des Entwurfs wurde einstimmig beschlossen.
Bebauungsplan „Breiter Weg II“ soll aufgestellt werden
Nachdem der erste Abschnitt des Bebauungsplanes Breiter Weg/Hutlade derzeit intensiv bebaut, der zweite Abschnitt fertig erschlossen und ebenfalls in Kürze bebaut werden wird, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, für die westlich angrenzende Fläche mit 30.000 qm das Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Informationsveranstaltung durchzuführen.
An der Bughofstraße soll neue Kindertagesstätte entstehen
Die Einwohnerzahl der Stadt Langenau wächst seit Jahren stetig um rund 1 % jährlich. Lag die Einwohnerzahl 1990 noch bei 12.000 Einwohnern, so sind es jetzt schon knapp 15.000 Einwohner. Der niedere Altersdurchschnitt der Langenauer mit 41,3 Jahren ist vergleichbar mit Universitätsstädten wir Heidelberg, Freiburg und Tübingen. Der demographische Rückgang der Kinderzahlen wird durch neue Wohngebiete ausgeglichen. Obwohl an der Panoramastraße derzeit eine neue Kita mit drei Gruppen entsteht, ist damit zu rechnen, dass mittelfristig weitere Plätze benötigt werden. Das Bauamt des Verwaltungsverbandes wurde beauftragt, die erforderlichen Untersuchungen für den Bau einer Kindertagesstätte mit voraussichtlich sechs Gruppen auf dem Grundstück Burghofstraße 4 zu machen.
Stadt erhöht zusätzlichen Zuschuss für Tagesmütter
Der Alb-Donau-Kreis ist für die Förderung, Ausbildung und Betreuung der Tagesmütter zuständig. Er bekommt hierfür vom Land Baden-Württemberg die entsprechenden Zuschüsse. Je nach Einkommen der Eltern gibt er für ein Kind unter drei Jahren maximal 5,50 Euro und für ein Kind über drei Jahren 4,50 Euro je Stunde. Von Tagesmüttern betreute Kinder unter drei Jahren werden unabhängig vom Einkommen der Eltern alternativ vom Alb-Donau-Kreis mit Pauschalbeträgen gefördert (z. B. ab 150,6 Stunden 637 Euro je Monat).
Vom Gemeinderat wurde einstimmig beschlossen, den zusätzlichen Zuschuss der Stadt von einem Euro je Stunde auf zwei Euro zu erhöhen, maximal 300 Euro im Monat. Der städtische Zuschuss wird nur für Kinder unter drei Jahren gewährt, welche keinen Platz in einem Kindergarten belegen, solange die Eltern berufstätig oder in Ausbildung sind, oder wenn ein besonderer Härtefall vorliegt.
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