Somberek
Die
Stadt Langenau hat seit 1989 eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde
Somberek (1.785 Einwohner). Sie liegt in der Region Baranya (212 über
N.N.) und verfügt über eine Fläche
von 165 ha. Somberek ist etwa 1.040 km von Langenau entfernt.
Für Partnerschaftsangelegenheiten mit Ungarn ist Johann Miltner von deutscher Seite zuständig. Die Partnerschaft betreut in Ungarn Anna Kohl. Der derzeitige Bürgermeister ist Tamás Csoboth.
Beim
Bürgerfest im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten 2003 war Somberek
mit zwei Jugendtanzgruppen und einem Singkreis vertreten. 2006 besuchten
Bürgerinnen
und Bürger zusammen mit dem Liederkranz die Partnergemeinde Somberek.
Im darauffolgenden Jahr war die Landjugend Langenau zu Gast in Ungarn. Schüler
der Volksschule in Somberek waren 2008 beim Internationalen Jugend-Theater-Festival
zu Besuch in Langenau.
Regelmäßig
findet außerdem ein Schüleraustausch zwischen dem Robert-Bosch-Gymnasium in
Langenau und dem Kisfaludy Gimnázium im
ungarischen Mohács statt. Im September 2010 fährt eine Delegation nach Somberek zum traditionellen Weinfest.
Adresse der Stadtverwaltung:
Kossuth L. Str. 111
H-7728 Somberek
Tourist-Info:
Müvelödési Ház
Kossuth L. Str. 113/A
H-7728 Somberek
Tel.: 0036 – 69 – 338134
Fax: 0036 – 69 – 338134
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag täglich 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr
Info-Broschüren können bei der Tourist-Info angefordert werden.
Somberek (auf deutsch Schomberg) liegt
31 km östlich von Pécs und 12 km von Mohács, in der Nähe
der Donau. Die Gemeinde kann über die Landstraße Nr. 6 erreicht
werden und ist insgesamt etwas eintausend Kilometer von Langenau entfernt.
Auch die Verbindungsmöglichkeiten nach Gaja, Szekszard und Harkany
sind sehr gut. Der nächste Flughafen ist in Budapest. In Pécs
befindet sich derzeit ein Flughafen im Bau.
Somberek war schon von Urzeiten bewohnt.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1382. Im Laufe
der Geschichte wurde die Siedlung mehrmals zerstört. Anfang des 18.
Jahrhunderts wurden Deutsche angesiedelt. Viele von ihnen wurden nach dem
2. Weltkrieg vertrieben. Statt den Vertriebenen kamen Sekler aus der Bukovina
(Buchenland) und Oberungarn aus der Umgebung von Pressburg.
Die Gegend um Somberek nennt man auch die
„Schwäbische Türkei“, weil hier die meisten schwäbischen
Dörfer zwischen Donau und Drau nach der Türkenherrschaft im 18.
Jahrhundert entstanden sind. Neben den ungarischen Einwohnern leben ca.
55 % Ungarndeutsche im Dorf. In Somberek lernen bereits die Kinder im Kindergarten
und in der Schule deutsch.
Somberek ist bekannt für seine Gastfreundschaft.
Die Gestaltung des Dorfes wurde nach den Stürmen des Krieges durch
gemeinsame Arbeit und friedliches Zusammenleben verwirklicht. Den Besucher
erwarten schöne Baudenkmäler und andere Sehenswürdigkeiten
eingebettet in einer hügeligen Landschaft. Wandermöglichkeiten
in den umliegenden Wäldern,das Bad in Mohács oder in den kleinen
Bädern auf der Insel Mohàcs (ca. 20 km) laden zum Verweilen
ein.

Besonders sehenswert sind die Römisch-Katholische
Kirche (1782), die Griechisch-Orthodoxe Kirche (ca. 1710) und das Schloss
Sauska (ca. 1780). Außerdem verfügt Somberek über ein Kulturhaus
mit Kino und Bibliothek sowie ein Heimatmuseum. Es sind mehrere Kulturgruppen
wie Jugendblaskapelle, Sängerkreise, Volkstanzgruppen und der Sekler
Pfauzirke tätig. Feste wie das Entedankfest, das Weinlesefest und eine
Schwäbische Hochzeit sind traditionell fest verwurzelt. Unterkunftsmöglichkeiten
für Gäste bestehen in der Pension „Granarium“, im
Restaurant oder privat.
Die meisten Einwohner
in Somberek arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft (Viehzucht
und Getreideanbau). Somberek ist bestrebt auch Industrie anzusiedeln.
Hierfür stehen Grundstücke im Industriegebiet bereit.
Startseite