Hörvelsingen

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Hörvelsingen (523 m N. N.) liegt ca. 12 km nordöstlich von Ulm
und ca. 8 km westlich von Langenau am Hang des Berges „Ofenloch".
Zur Ortschaft gehören auch der Weiler Witthau sowie der St. Nikolaushof
und Laurenhof. Seit 1. März 1972 ist Hörvelsingen durch einen
Eingliederungsvertrag Ortsteil der Stadt Langenau. Seit diesem Zeitraum
hat sich die Einwohnerzahl um 38 % auf 690 Einwohner erhöht.
Verwitternder Zementmergel hat einst die Hörvelsinger Schüssel geformt. Der fruchtbare und wasserreiche Boden ist wahrscheinlich ununterbrochen besiedelt und bebaut worden, seit die Menschen sesshaft wurden, also seit etwa 6000 Jahren. Nachgewiesen sind die Urnenfelderkultur 1200 bis 1000 v. Chr. und Spuren römischer Bauernhöfe zwischen 100 und 260 n. Chr.
Der Ortsname (6. Jahrhundert) geht sicher nicht auf einen Herwig zurück, sondern ist eher von "Hor-vil", einem Hof am Sumpf, abzuleiten.
Die naturräumliche Lage wird bestimmt durch
den Übergang von der Donauniederung (Langenauer Ried) zur Albhochfläche.
Dabei liegt Hörvelsingen (523 m N. N.) in einer Mulde, in die zwei
landschaftlich reizvolle Trockentäler (Laushalde und Hagener Tobel)
münden. Hörvelsingen liegt in einer attraktiven Freizeit- und
Erholungslandschaft, deren Natur- und Landschaftsschutzgebiete als vielbesuchte
Wanderziele bekannt sind.
Besonders charakteristisch und ortsbildprägend ist die Wachholderheide nördlich der Ortslage. Die wertvolle Flora und Fauna umfasst zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzen und vom Aussterben bedrohte Tiere.
Obwohl viele Hörvelsingerinnen und Hörvelsinger ihren Arbeitsplatz in Langenau oder Ulm haben, kommt der Landwirtschaft bei der Entwicklung derWirtschaftsstruktur noch immer eine große Bedeutung zu. Derzeit gibt es neben 15 landwirtschaftlichen Betrieben 1 Brauerei, 2 Gasthäuser sowie mehrere Handwerks- und Gewerbebetriebe.
Damit in der Gemeinde wieder eine Einkaufsmöglichkeit angeboten werden
konnte, wurde im September 2006 eine Dorfladen-Genossenschaft mit über
100 Gründungsmitgliedern gegründet. Die Eröffnung des Dorfladens
wurde am 14. Februar 2008 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im Gebäude
der ehemaligen "Alten
Schule" in der Schmiedgasse 4 gefeiert.
Die Größe des Gemeindegebietes beträgt 871 ha, wovon 575 ha landwirtschaftlich genutzt werden.
Sehenswert sind die Wacholderheide und die Naturschutzgebiete „Ofenloch“, „Ägenberg“ und „Laushalde“. Ein Erlebnis der besonderen Art stellt der Besuch der alteingesessenen Pflugbrauerei „Gnann“ dar.
Im Ort gibt es ein Neubaugebiet mit derzeit noch 7 Bauplätzen, welche vor allem jungen Familien angeboten werden. Da Hörvelsingen im Flächennutzungsplan als Ort mit einer „Eigenentwicklung“ ausgewiesen ist und der dörfliche Charakter erhalten werden soll, werden pro Jahr maximal 4 Bauplätze veräußert. In diesem Jahr wird noch ein weiteres Baugebiet "Südlicher Ortsrand" im Ortskern vorbereitet. Dort werden dann im Jahr 2011 weitere 9 sehr ansprechende Bauplätze zur Verfügung stehen.
An sonstiger Infrastruktur verfügt Hörvelsingen über einen eigenen Kindergarten sowie die Ofenlochhalle (Gymnastikhalle) mit Mehrzweckraum und Küche. Den Jugendlichen stehen eigene Räumlichkeiten in der „Alten Molke AG“ zur Verfügung. Die Grundschule befindet sich im Ortsteil Albeck in 3 km Entfernung.
Hörvelsingen hat eine intakte und engagierte Dorfgemeinschaft, was aus vielen gemeinsam geschaffenen Projekten zu ersehen ist. So kann auch auf nachfolgende sehr aktive Vereine verwiesen werden, die zum Mitmachen einladen: Sportverein, Liederkranz, Posaunenchor, Landfrauenverein, Feuerwehrabteilung, landwirtschaftlicher Ortsverein.
Die Konfession der Einwohner von Hörvelsingen ist überwiegend evangelisch. Die evangelische Kirchengemeinde wird von Pfarrer Walz vom evangelischen Pfarramt in der Nachbargemeinde Bernstadt betreut. Im Ort werden von der Kirche für die Jugend Jungschargruppen, Kinderkirche und für die Senioren ein regelmäßiger Rentnertreff, Ausflüge und ein Seniorennachmittag angeboten.
Die katholische Kirchengemeinde gehört zum Bezirk Dornstadt und wird vom dortigen Pfarramt betreut.
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